Fahrschule 
Erfolgreich zum Führerschein
©  Fahrschule Schäfer, Neuenrade (10.01.2019)

Rechtliche Grundlagen für BF 17

Anmeldung / Antrag

Wer die Fahrausbildung der Klasse B oder BE erwerben möchte, kann sich mit 16,5 Jahren in einer Fahrschule anmelden. Die Erziehungsberechtigten müssen dem jedoch zustimmen. Die Fahrausbildung unterscheidet sich nicht von der Ausbildung eines 18-jährigen. Dies gilt auch für die theoretische und praktische Prüfung. Die theoretische Prüfung darf frühestens 3 Monate vor dem 17. Geburtstag, die praktische Prüfung frühestens einen Monat vor dem 17. Geburtstag abgelegt werden. Voraussetzung hierfür ist die Bewilligung des Führerscheinantrags durch die zuständige Behörde. Die Behörde, hier das Straßenverkehrsamt des Märkischen Kreises, prüft ob gegen den Bewerber um die Fahrerlaubnis etwas vorliegt, das gegen die Erteilung der Fahrerlaubnis spricht. Auch die Begleitpersonen werden überprüft, indem das Verkehrszentralregister nach eingetragenen Punkten abgefragt wird. Die Bearbeitung dauert selten mehr als ein bis zwei Wochen. Wird der Antrag bewilligt, wird dem TÜV Nord der Prüfauftrag erteilt. Nachdem der Prüfauftrag beim TÜV Nord eingegangen ist, wird die Fahrschule darüber informiert und die Fahrerlaubnisprüfung kann abgelegt werden. Anzahl Begleitpersonen Die Anzahl der Begleitpersonen ist nicht gesetzlich geregelt, auch wenn vielfach behauptet wird mehr als drei Begleiter geht nicht. Allerdings lassen sich auf dem Antragsformular nur drei Begleiter eintragen. Wer also einen weiteren Begleiter eintragen lassen möchte, nimmt ein weiteres Antragsformular. Wer möchte kann auch später, während der Begleitphase, noch Begleiter nachtragen. Gesetzliche Auflagen für den Begleiter Da nicht jede Person geeignet ist als Begleiter mitzufahren, hat der Gesetzgeber versucht den Rahmen der möglichen Begleiter zu begrenzen. In der Fahrerlaubnisverordnung finden sich die Anforderungen, die an den zukünftigen Begleiter gestellt werden. Sonstiges Wer den BF17 erwerben möchte, braucht kein medizinisch-psychologische Gutachten. Dies ist nur erforderlich, wenn mit dem BF17 ohne Begleitung gefahren werden möchte, weil z. B. der Weg zur Schule oder Arbeitsstätte mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur sehr schlecht oder gar nicht möglich ist. Geht nur auf Antrag - weitere Informationen bei der zuständigen Führerscheinstelle. Zeitgleich mit dem Führerschein BF17 kann der Führerschein A1 erworben werden, nicht aber A. Die Ausbildung der Klasse A darf erst mit 17,5 Jahren begonnen werden und beginnt bei bestandener Prüfung mit dem 18. Geburtstag.
Anforderung an die begleitende Person nach § 48a Abs. 4 bis 6 FeV (4) Die begleitende Person soll dem Fahrerlaubnisinhaber 1. vor Antritt einer Fahrt und 2. während des Führens des Fahrzeugs, soweit die Umstände der jeweiligen Fahrsituation es zulassen, ausschließlich als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, um ihm Sicherheit beim Führen des Kraftfahrzeugs zu vermitteln. Zur Erfüllung ihrer Aufgabe soll die begleitende Person Rat erteilen oder kurze Hinweise geben. (5) Die begleitende Person 1. muss das 30. Lebensjahr vollendet haben, 2. muss mindestens seit fünf Jahren Inhaber einer gültigen Fahrerlaubnis der Klasse B oder einer entsprechenden deutschen, einer       EU/EWR-  oder schweizerischen Fahrerlaubnis sein; die Fahrerlaubnis ist durch einen gültigen Führerschein nachzuweisen, der während des Begleitens mitzuführen und zur Überwachung des Straßenverkehrs berechtigten Personen auf Verlangen auszuhändigen ist, 3. darf zum Zeitpunkt der Beantragung der Fahrerlaubnis im Fahreignungsregister mit nicht mehr als einem Punkt belastet sein. Die Fahrerlaubnisbehörde hat bei Beantragung der Fahrerlaubnis oder bei Beantragung der Eintragung weiterer zur Begleitung vorgesehener Personen zu prüfen, ob diese Voraussetzungen vorliegen; sie hat die Auskunft nach Nummer 3 beim Verkehrszentralregister einzuholen. (6) Die begleitende Person darf den Inhaber einer Prüfungsbescheinigung nach Absatz 3 nicht begleiten, wenn sie 1. 0,25 mg/l oder mehr Alkohol in der Atemluft oder 0,5 Promille oder mehr Alkohol im Blut oder eine Alkoholmenge im Körper hat, die zu einer solchen Atem- oder Blutalkoholkonzentration führt, 2. unter der Wirkung eines in der Anlage zu § 24a des Straßenverkehrsgesetzes genannten berauschenden Mittels steht. Eine Wirkung im Sinne des Satzes 1 Nummer 2 liegt vor, wenn eine in der Anlage zu § 24a des Straßenverkehrsgesetzes genannte Substanz im Blut nachgewiesen wird. Satz 1 Nummer 2 gilt nicht, wenn die Substanz aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels herrührt.    
Soweit der Gesetzestext der Fahrerlaubnisverordnung. Hier mal im Klartext: Wer einen 17-jährigen begleiten möchte,muss 1. mindestens 30 Jahre oder älter sein. Diese Voraussetzung lässt sich leicht feststellen. 2. seit mindestens fünf Jahren die Klasse B oder 3 (alte Klasse) besitzen. Hier wird es etwas komplizierter. Hier hat der Gesetzgeber das Wort “seit” eingefügt. Dies bedeutet, das die Begleitperson die Fahrerlaubnis ununterbrochen besitzt. Wurde die Fahrerlaubnis früher mal entzogen, so gilt der Zeitraum von fünf Jahren ab Wiedererteilung der Fahrerlaubnis. Frühere Jahre dürfen nicht mitgezählt werden. Und 3. darf zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht mehr als ein Punkt im Fahreignungsregister (früher Verkehrszentralregister Flensburg) haben. Wer wissen möchte, wie viele Punkte sich angesammelt haben, kann kostenlos eine Selbstauskunft beantragen. Werden nach Antragstellung noch Punkte ins Verkehrszentralregister eingetragen, hat dies erstmal keine Auswirkung auf die Erlaubnis als Begleiter mitzufahren. Allerdings erlischt die Begleiterlaubnis wenn sich zu viele Punkte angesammelt haben oder aus einem anderen Grund die Fahrerlaubnis des Begleiters eingezogen wird. Wird ein Fahrverbot verhängt, so ruht die Begleiterlaubnis für die Dauer des Fahrverbots.
Wer 0,5 Promille oder mehr Alkohol im Blut hat, darf nicht begleiten. Mehr dazu weiter unten beim Punkt “Beim Fahren (Begleiter). Begleitet wird der Jugendliche häufig von den Eltern. Aber auch Großeltern, ältere Geschwister, Nachbarn oder Arbeitskollegen können Begleiter werden, sofern die Erziehungsberechtigten damit einverstanden sind. Wer den Führerschein für die Fahrt zur Schule oder Arbeitsstätte braucht und keine vernünftige Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln hat, kann auf Antrag vom Begleiten für diese Strecken befreit werden. Da dies nur unter bestimmten Voraussetzungen und Auflagen genehmigt wird, ist eine Beratung durch die zuständige Behörde (hier Straßenverkehrsamt Iserlohn oder Lüdenscheid) notwendig. Eine Schulung der Begleiter ist nicht vorgeschrieben. Geltungsbereich Die Prüfbescheinigung gilt nur in Deutschland, im Ausland darf damit nicht gefahren werden. Also vor der Grenze der Bundesrepublik Deutschland einen Fahrerwechsel durchführen. Aber keine Regel ohne Ausnahme: In Österreich darf man mit der deutschen Prüfbescheinigung BF17 in Begleitung einer eingetragenen Person fahren. Gleiches gilt für österreichische Jugendliche mit der Fahrerlaubnis L17 in Begleitung auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland (Info Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung). Wichtig hier: Unbedingt mit der Haftpflichtversicherung vorher klären, ob Schadensdeckung besteht.
Antrag auf Auskunft aus dem Fahreignungsregister (PDF) Antrag auf Auskunft aus dem Fahreignungsregister (PDF) Infoseite des Kraftfahrbundesamtes zur Auskunft Infoseite des Kraftfahrbundesamtes zur Auskunft Nach oben Nach oben Zurück zur Übersicht Zurück zur Übersicht
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Anleitung Onlineantrag Punkteauskunft (PDF) Anleitung Onlineantrag Punkteauskunft (PDF)